Todesfall in der Familie

Fakt ist, der Tod eines Kindes oder Elternteils bedeutet eine extrem dramatische Familienkrise. Das bestehende Zusammenspiel und Geflecht von Beziehungen wird wahrhaftig zerstört und das seelische Gleichgewicht der Familie als Ganzes wird schmerzhaft und tief greifend verändert. Das gestorbene Familienmitglied hinterlässt eine große Lücke – aber Tatsache ist, jeder Einzelne wird lernen müssen, mit diesem Verlust zu leben. Auch wenn dies manchmal noch so schwer zu scheinen mag.

Nun einige Hinweise, wie man sich gegenüber trauernden Menschen verhalten kann

Sie brauchen Freunde. Sie haben zwar besonders in der ersten Zeit das Gefühl, sie befänden sich wie hinter einer Nebelwand. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist es wichtig, dass Freunde mit ihnen sprechen, bei Besorgungen helfen oder einfach nur da sind. Kein Mensch – außer er hat es selbst erlebt – kann sich vorstellen, was es bedeutet, ein Kind zu verlieren. Für Außenstehende ist schwer nachzuvollziehen, wie groß der Schmerz ist. Wichtig ist, ehrliche Gefühle zu zeigen. Trauer braucht Zeit. Freunde können schwer zusehen, wenn geliebte Menschen in Trauer versinken. Auch lange Zeit nach dem Verlust des Kindes wird es Momente von großer Traurigkeit geben. Freunde sollten mit den Eltern über das Kind sprechen. Das Kind ist zwar tot, aber nicht tabu. Die Eltern denken ohnehin die ganze Zeit an ihr Kind. Es tut ihnen weh und trotzdem gut, darüber zu sprechen. Kein Kind ist ersetzbar. Der Hinweis auf die anderen eigenen Kinder ist kein Trost. Bezüglich der Geschwister eines gestorbenen Kindes, hier trauert jedes auf seine eigene Weise. Sie brauchen besondere Aufmerksamkeit, die ihnen die Eltern vielleicht in ihrer eigenen Trauer nicht geben können.

Erste Maßnahmen danach

Fakt ist, wenn in der Familie ein Todesfall eingetreten ist, sollten die Angehörigen des Verstorbenen zunächst überprüfen, ob eine Vorsorge wie eine Bestattungsverfügung oder ein Vorsorgevertrag hinterlegt wurden. Wenn ja, sind die Wünsche des Verstorbenen natürlich zu berücksichtigen. Wurde keine Vorsorge getroffen und hat es auch keine Gespräche gegeben, in denen die verstorbene Person sich zu eigenen Wünschen und Vorstellungen bezüglich der eigenen Bestattung geäußert hat, dann sind die Angehörigen alleinige Entscheidungsträger.

Trauer und Ihre Kraft

Klar hört es sich für trauernde Menschen wahrscheinlich noch so seltsam an – doch in der Trauer liegen auch heilsame Kräfte. Tatsächlich, führt die Trauer manchmal dazu, dass sich die Familie enger zusammenschließt. Auch tiefe Gefühle werden offener gezeigt. Rollen werden überprüft und neue Werte entstehen.Außerdem spüren Sie, dass sie nicht in der Trauer versinken. Sie erfahren, dass man Gefühle bewältigen kann. Trauernde Familien sollten sich keinesfalls davor scheuen, auch Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die Krise zu überwinden.