Sonderurlaub im Todesfall

Folgendes gilt: Anspruch auf Sonderurlaub besteht bei einem Todesfall in der Familie laut Gesetz, denn die Arbeitsleistung ist dem Arbeitnehmer unverschuldet aus einem in seiner Person liegenden Grund unmöglich oder unzumutbar.

Dauer – bei jedem einzelnen Fall verschieden

Wie lange der Sonderurlaub bei einem Todesfall in der Familie dauert, ist gesetzlich nicht geregelt. Das Gesetz jedoch besagt, es besteht der Anspruch auf Freistellung für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit. Die genaue Dauer des Sonderurlaubs ist einzelfallabhängig. Bei einer Beschäftigungsdauer im Betrieb von bis zu 6 Monaten spricht man von einem bis drei Tagen maximaler Abwesenheitsdauer. Beträgt die Beschäftigungsdauer im Betrieb bereits zwischen 6 und 12 Monaten, sind in der Regel 2 Tage bis maximal eine Woche vorgesehen. Beträgt die Beschäftigungsdauer im Betrieb jedoch mehr als 12 Monate, sprich einem Jahr, dann kann und darf die Abwesenheitsdauer zwischen 3 Tagen und sogar 2 Wochen ausfallen.

Aber eines ist klar: Bei Todesfall und Beerdigung eines nahen Verwandten, wie zB. Ehegatten oder Kindern, ist mehr als ein Tag Sonderurlaub üblich und angemessen.

Wie sieht es mit dem Lohn aus?

Wahrscheinlich wird die meiste Arbeitnehmer eine Lohnfortzahlung bei einem Urlaub dieser Art, sprich Sonderurlaub, nicht wirklich interessieren, weil sie mit ihren Gedanken, ganz wo anders sind. Dennoch hat der Gesetzgeber auch hier dafür gesorgt, dass es diesbezüglich nicht zu Benachteiligungen kommen kann. Denn das Gesetz sorgt dafür, dass der Arbeitnehmer, der einen …

… Sonderurlaub wegen eines Todesfalls in Anspruch nehmen muss, keinerlei finanzielle Nachteile oder Einbußen hinnehmen muss und vor allem darf! Das steht fest!