Kündigung im Todesfall – Verträge

Tatsache ist, in Abhängigkeit davon, ob der Verstorbene alleine gelebt hat oder nicht, müssen unbedingt Verträge geprüft, gegebenenfalls gekündigt, oder abgeändert werden. Manchmal sollten die betroffenen Stellen auch direkt informiert werden.

Im Folgenden kurz erwähnt, worüber sie sich Gedanken machen sollten: das Arbeitsverhältnis, die Lebensversicherung, die Kündigung der Wohnung, die Rente, das GEZ abmelden, die Unfallversicherung, Strom bzw. Wasser, die Krankenversicherung, die Privathaftpflichtversicherung, Begrifflichtkeiten der Versicherungen, darüber weitere Versicherungen zu kündigen, das Bankkonto, das Telefon bzw. Internet und Mitgliedschaften bei Vereinen.

Wichtige Hinweise zu verschiedenen Versicherungen

Nun ein paar Fragen und Antworten konkreter Versicherungen. Muss die Krankenversicherung gekündigt werden? Nein, die gesetzliche und die private Krankenversicherung enden mit dem Tod des Versicherungsnehmers automatisch. Bezüglich der Lebensversicherung, was geschieht hier nach dem Tod? Das Versicherungsunternehmen benötigt hauptrangig das Original des Versicherungsscheins und eine Sterbeurkunde. Wie sieht es nun bei der Unfallversicherung aus? Handelt es sich bei dem Sterbefall um einen Unfalltod, muss dieser innerhalb von 48 Stunden dem Versicherungsunternehmen gemeldet werden. Danach wird umgänglich die Versicherungssumme, der bezugsberechtigten Person ausgezahlt. Andernfalls, sprich war es kein Unfall, endet der Vertrag mit dem Tod, außer der Tote war nicht die versicherte Person, sondern nur Versicherungsnehmer. In diesem Fall kann die versicherte Person jetzt den Vertrag übernehmen. Betreffend der privaten Haftpflichtversicherung sei gesagt, diese muss nicht gekündigt werden. Denn sie endet ebenfalls automatisch mit dem Tod des Versicherten, außer es handelt sich um eine Familienversicherung.

Anderes Wissenswertes

Was das Angestelltenverhältnis betrifft, dieses endet automatisch mit dem Tod des Angestellten. Hier bedarf es keiner Kündigung, geschweige denn einer Fortführung durch die engsten Angehörigen, sprich Erben. Hinsichtlich dem Thema Bank, ist eine Kündigung im Todesfall nicht notwendig, denn das Konto wandelt sich nach dem Tod automatisiert in ein Nachlasskonto um. Nun kommen wir zu Strom und Wasser. Es muss unbedingt bedacht werden, wenn man die Wohnung kündigt, auch die Strom-, Gas- und Wasserversogung zu kündigen.