Friedhof online per Mausklick

Online-Friedhöfe sind nichts anderes als Internetseiten, auf denen Angehörige oder Freunde eine Gedenkseite für eine/n Verstorbene/n anlegen können. Dies soll sowohl der Erinnerung an die/den Verstorbene/n als auch der eigenen Trauerarbeit dienen.

Die neue „Ewigkeit“

Bleiben normale Gräber durchschnittlich über etwa 30 Jahre bestehen, bietet das Internet-Zeitalter seit kurzem die Möglichkeit, eine Gedenkstätte „für immer“ einzurichten.

Website-Anbieter, bei denen sogenannte Gedenkprofile angelegt werden können, versprechen „die digitale Unsterblichkeit“ und bauen im Grunde auf dem Prinzip einer herkömmlichen Social-Media-Plattform auf. Hier kann man diverse Funktionen zunächst kostenlos testen.

Daten-Gräber

Zunächst muss man entscheiden, ob man sich selbst oder jemand anderen „unsterblich“ machen will. Alles weitere klingt vertraut: Profilbild anlegen, Pinnwand bzw. „Gedenkstätte“ einrichten und registrieren.

Diese Gedenkstätten werden dann mit anderen in regionalen Kategorien samt Google-Maps-Einbettung zusammengefasst. Reale Besucher dieser virtuellen „Friedhöfe“ haben die Möglichkeit, auf der Gedenkstätte ihrer Wahl zum Beispiel digitale Kerzen anzuzünden. Und natürlich wird auch die Anzahl dieser eigenwilligen Art von Likes auf den Gedenkstätten angezeigt.

Wem Trauerarbeit teuer ist

Die Testversionen solcher Websites sind meistens noch kostenlos, um auf den Geschmack zu bringen. Wer sich selbst oder jemand anderem allerdings einen virtuellen Trauerplatz mit allem Drumherum einrichten will, muss mitunter ganz schön real in die Tasche greifen.

Denn die neue Unsterblichkeit kostet mitunter einige Hundert Euro.