Stilgerechte Grabbepflanzung

Die Möglichkeiten für eine stilvolle und individuelle Grabbepflanzung sind so vielfältig wie die Arten an Blumen, Sträuchern, ja selbst kleinen Bäumen insgesamt. Die meisten Friedhofsverwaltungen bestimmen aber gewisse Rahmenbedingungen nicht nur in Bezug auf die Größe des Grabbeets und des Grabsteines, sondern auch dahingehend, welche Art der Grabbepflanzung grundsätzlich vorgenommen werden darf.

Schlicht und pflegeleicht

Grüne Gräber wirken nicht nur gepflegt, sondern beruhigen auch das Auge – und versetzen damit insgesamt in angenehm besinnliche Stimmung. Der zusätzliche Schmuck mit einer wechselnden Bepflanzung aus einjährigen Frühjahrs-, Sommer-, und Herbstblumen ist zwar Tradition, aber naturgemäß recht aufwendig.

Die Verwendung einer robusten Pflanzenart kann die Grabpflege also wesentlich erleichtern und das Gießen im Sommer nahezu ersparen. Es ist also sinnvoll, möglichst bodendeckend zu begrünen. Das hält den Boden frisch und verhindert das Abschwemmen des Grabhügels bei starkem Regen. Außerdem ersetzt ein immergrüner Pflanzenteppich das aufwendige Abdecken mit Reisig im Winter. Sogenannte „Bodendecker“ gibt es für sonnige und schattige Plätze.

In den letzten Jahren haben aber auch besondere Gräser einen festen Platz in der Grabbepflanzung eingenommen. Sie beleben die Optik und lockern damit die strenge Steineinfassung deutlich auf.

Hecken und Stauden

Einzelgräber sind immer Teil eines Ganzen. Die Gestaltung sollte sich deshalb auch auf das Umfeld beziehen, weshalb auf zu stark abgrenzende Heckenpflanzungen verzichtet werden sollte.

Bestimmte Staudenarten bilden nach und nach ebenfalls einen deckenden Pflanzenteppich und verhindern somit rasches Austrocknen. Hierzu können Zwiebel- und Knollenpflanzen kombiniert werden, die einander in der Blüte abwechseln. Eine derartige Grabbepflanzung ändert ihr Erscheinungsbild regelmäßig und symbolisiert somit den Kreislauf, dem Mensch und Natur unterliegen.

Individuell, aber passend

Generell sollte die gewählte Grabbepflanzung nicht dem persönlichen Repräsentationsbedürfnis dienen, sondern sich dem gesamten Gräberfeld soweit anpassen, dass ein gepflegtes, harmonisches Gesamtbild entsteht bzw. erhalten bleibt.

Und mit der durchdachten Wahl der einzelnen Pflanzenarten kann auch der Faktor Grabpflege auf ein angenehmes wie kostengünstiges Minimum reduziert werden.