Friedhofstypen in Österreich

Friedhöfe sind grundsätzlich als Orte der Ruhe und Besinnung gedacht. Denkmäler und gepflegte Grünflächen sowie Grabanlagen sollen die Besucher dazu einladen, Momente der Stille und des Andenkens zu erfahren. Neben konfessions-gebundenen Friedhöfen gibt es aber auch interkonfessionelle Friedhöfe, wo Verstorbene verschiedener Glaubensrichtungen ihre letzte Ruhestätte finden.

Der Christliche Friedhof

Aus der Entwicklung des Christentums ursächlich hervorgegangen, sind Friedhöfe christlicher Ausrichtung in unserem Kulturkreis auch mit Abstand am weitesten verbreitet. Hier gibt es oftmals – wie etwa in Hallstatt – sowohl einen evangelischen wie auch einen römisch-katholischen Friedhof.

Die oft sehr großzügig angelegten und liebevoll gestalteten Areale muten teilweise wie schöne Parks an, die gerne zum Spazierengehen genützt werden und – nicht zuletzt wegen ihrer besonders aufwendig gestalteten und gepflegten Grabanlagen – teilweise sogar als Touristen-Attraktion begehrt sind.

Der Buddhistische Friedhof

Auf einigen christlichen Friedhöfen Österreichs – wie etwa seit 2003 am Wiener Zentralfriedhof – gibt es mittlerweile auch buddhistische Gräberfelder. In dieser friedlich orientierten und an Anhängern auch in unseren Breiten stetig wachsenden Konfession sind übrigens sowohl Erd- als auch Feuerbestattungen erlaubt.

Der Jüdische Friedhof

Jüdische Friedhöfe sind in Österreich relativ häufig anzutreffen. Hier fällt zumeist eine besonders hohe Dichte an Gräbern und Grabsteinen auf, die darauf beruht, dass ein Grabplatz stets unverändert bleiben muss und weder neu belegt noch anderweitig gestört werden darf. Statt Blumenschmuck werden in der Regel außerdem zum Gedenken traditionell kleine Steine auf die Grabmale gelegt.

Der muslimische Friedhof

Dieser Friedhofstyp ist in Österreich kaum vorhanden. Auch hier dienen zumeist auf christlichen Arealen zur Verfügung gestellte Flächen als eigenes Gräberfeld für verstorbene Mitglieder dieser religiösen Ausrichtung.

Der Naturfriedhof

Naturbestattungen werden in der Regel als Wiesen- oder Baumbestattungen durchgeführt und erfreuen sich in Österreich zunehmender Beliebtheit. Dabei wird eine biologisch abbaubare Urne mit der Asche der/des Verstorbenen zumeist zwischen den Wurzeln eines Baumes begraben.

Der Soldatenfriedhof

Soldatenfriedhöfe wurden vor allem durch die beiden Weltkriege notwendig und dienen heute als Mahnmale mit meist schlichten Einzelgräbern.

Auswahl eines Friedhofs

Grundsätzlich besteht ein gesetzlicher Anspruch auf einen Grabplatz nur in jener Gemeinde, in der man bei Ableben gemeldet war. Allerdings kann man – auf Antrag – auch in der Stadt oder Gemeinde bestattet werden, in der bereits Verwandte ihr Grab haben. Nähere Auskünfte dazu erteilt die betreffende Friedhofsverwaltung.