Individuelle Regeln per Friedhofssatzung

Friedhofssatzungen sind Ermessenssache und unterscheiden sich in relevanten Details je nach Friedhof mitunter recht deutlich. In ihnen ist grundsätzlich festgehalten, wie Nutzungsrechte an Gräbern erworben werden können und wie Gestaltung und Pflege im Großen und Ganzen auszusehen haben.

Am Anfang der Friedhofssatzung wird zumeist in einem allgemeinen Teil der Friedhofszweck beschrieben und definiert, über welchen Geltungsbereich sich die jeweilige Friedhofssatzung erstreckt. Danach folgt meist ein Abschnitt zu erwünschtem bzw. unerwünschtem Verhalten auf dem Friedhof.

Ordnung muss sein

Von Mitteilungen wie etwa den Öffnungszeiten und Hinweisen zur Anzeigepflicht von Gewerbetreibenden bis zu Regelungen für die Bereitstellung von Gräbern ist alles Grundlegende enthalten. Ein weiterer Teil der Friedhofssatzung widmet sich den Grabstätten selbst. Diese können auch Regelungen zu genauen Abmessungen, zum Charakter und der Aufstellung von Grabsteinen sowie zur Pflege der Grabmale enthalten. In den meisten Fällen enthält die Friedhofssatzung Richtlinien zur Durchführung von Trauerfeiern oder zur Nutzung allenfalls vorhandener Hallen.

Die Schlussbestimmungen üblicher Friedhofssatzungen erläutern Hinweise zu Haftungen, Gebühren, Ausnahmeregelungen und zum konkreten Inkrafttreten der Satzung. Manche Friedhofsverwaltungen regeln die zulässige Grabgestaltung und die erwünschte Bepflanzung sogar dezitiert.

Gebührenregelung

Regelungen zu den individuellen Friedhofsgebühren sind fixer Bestandteil jeder Friedhofssatzung, die zumeist auch separat zur Verfügung gestellt werden. Die Gebührenordnung gibt die genauen Kosten für die Dienstleitungen auf dem Friedhof wider und weist unter anderem die Kosten für einzelne Grabstätten wie Erd- oder Urnengräber bzw. Kolumbarien oder Stelen aus, sofern diese angeboten werden.

Natürlich werden auch die Kosten für die Bereitstellung eines Grabes aufgeführt. Diese sind meist unter dem Begriff „Beisetzungsgebühren“ zusammengefasst. Auch die Kosten für die Nutzung der Trauerhalle sind Teil der jeweiligen Gebührenordnung. Die Friedhofssatzung selbst regelt lediglich die Verhaltensregeln in friedhofseigenen Räumlichkeiten bzw. am Gelände selbst.

Friedhofssatzung und Friedhofsträger

Der jeweilige Friedhofsverwalten bzw. –betreiber muss dafür garantieren, dass die aktuellste Version seiner Satzung öffentlich aushängt, damit man sich jederzeit mit den Gebühren und Regelungen vertraut machen kann.

In großen Gemeinden können natürlich mehrere Friedhofsträger zu finden sein. Die Friedhofssatzungen von kommunalen und religiösen Friedhöfen sind oft recht unterschiedlich, wodurch selbst der Vergleich von Gebühren und Statuten innerhalb ein und derselben Stadt zu empfehlen ist!