Der Erbschein – die Regelung des Erbes

Was ist der Erbschein genau? Eine amtliche Urkunde, die regelt wer Erbe ist. Außerdem ist ein Erbschein in vielen Fällen erst die Voraussetzung, Rechtsgeschäfte mit Dritten über das vererbte Vermögen abzuwickeln. Also dient der Erbschein der Beweiserleichterung und der Sicherheit im Rechtsverkehr. Also nochmal zusammengefasst, für die Legitimation als Erbe ist der Erbschein der amtliche Nachweis. Dieser kann beim zuständigen Nachlassgericht beantragt werden. Bezüglich des Nachlassgerichtes, auch Amtsgericht genannt, wo der Erbschein beantragt werden muss, gilt: Es muss das Amtsgericht gewählt werden, an dem der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte. Abgesehen davon, müssen die Erben dort natürlich beweisen, dass sie ein Recht auf die Erbschaft haben, ganz klar.

Beantragung und Inhalt des Erbscheines

Die Frage, welche Personen einen Erbschein beantragen können, beantwortet sich wie folgt. Auf jeden Fall einmal alle Erben, hier gelten die Erben, die Vorerben und die Erben des Erben. Weiters kann den Erbschein auch der Testamentsvollstrecker beantragen. Aber auch der Nachlassverwalter kann ihn im Falle beantragen. Fakt ist, der Erbschein beinhaltet folgendes: Die Daten des Erblassers, die Daten des Erben, den Umfang des Erbrechts, Verfügungsbeschränkungen, oder auch Testamentsvollstreckung und bei Testamentsvollstreckung auch den Testamentsvollstrecker.

Erbschein – Die drei gängigsten Arten

– Alleinerbschein: Der Erbschein gilt für einen Alleinerben.

– Gemeinschaftlicher Erbschein: Der Erbschein für mehrere Erben zusammen, wo die jeweiligen Anteile genau ausgewiesen sind.

– Teilerbschein: Hier sind mehrere Erben vorhanden und jeder Einzelne bekommt einen Erbschein.

Finanzielles

Die Kosten des Erbscheines, sind immer abhängig vom Nachlasswert des Verstorbenen:
– bis 100.000 €            Ca. 400-500 €
– bis 200.000 €           Ca. 700-800 €
– bis 300.000  €          Ca. 1.000-1.100 €
– bis 500.000 €           Ca. 1.600-1700 €

Übersteigt der Nachlasswert die 500.000 €, erhöhen sich die Kosten des Erbscheines natürlich auch dementsprechend.