Erbschaft

Mit diesem Wort meint man das hinterlassene Vermögen des Verstorbenen. Auch die Passiva wird zum Erbe beigerechnet. Der Erbe hat jedoch sechs Wochen lang die Möglichkeit das Erbe auszuschlagen, falls dies nicht geschieht gilt die Erbschaft als angenommen. Wenn der Erbe die Erbschaft ausschlägt muss dies von einem Notar beglaubigt werden. Einzelne Gegenstände zählen nicht zum Erbe, diese nennt man Vermächtnis.

Gesetzliche Regelungen zum Erbe

Hat der Erblasser ein Testament oder eine Verfügung erstellt, wird das Erbe nach diesem Dokument aufgeteilt, ansonsten tritt das gesetzliche Erbrecht in Kraft. Der Pflichtteil ist ein wichtiger Punkt und darf nicht vergessen werden, dieser steht den Nachkommen, Eltern oder Ehegatten zu. Dieser Pflichtteil beträgt für Kinder und Ehegatten 50 % und ein Drittel für die Eltern. Die gesetzliche Erbfolge wird dann in Betracht gezogen, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten kein Testament über sein Erbe ausgestellt hat. Gesetzliche Erben sind enge Verwandte des Erblassers. Zuerst die Kinder und deren Kinder oder Enkel, dann die Mutter und der Vater und deren Nachkommen, als Dritter in der Erbfolge kommen die Großeltern, sowie deren Kinder und Enkel und zum Schluss die Urgroßeltern.

Erbberechtigte

Erbberechtigt ist entweder der Ehegatte, aufgrund eines Erbvertrages, der im Testament berechtigte, aufgrund einer Verfügung oder die nächsten Verwandten, aufgrund der gesetzlichen Erbfolge. Falls der Verstorbene Kinder hatte, so erben diese in erster Linie, die Eltern oder Großeltern, erben in diesem Fall nichts. Wenn der Erblasser keine Kinder hatte, erben seine Eltern, falls diese noch leben. Großeltern und weitere erben daher nicht. Der Ehegatte erbt zwei Drittel, die Erben in erster Linie ein Drittel. Falls es keinen Erbberechtigten mehr gibt und niemand zu finden ist, bekommt der Staat das Erbe, da es erblos ist.

Erbschein

Der Erbschein ist ein gerichtlich festgelegtes Zeugnis, welches beinhaltet, wer Erbe ist und welchen Verfügungsbeschränkungen dieser unterliegt. Der Erbschein ist nicht unbedingt notwendig, falls ein Vertrag besteht, wird dieser vorgezogen. Nur bei Grundstücken wird das Testament durch den Erbschein ersetzt.