Beruhigt durch eine Sterbegeldversicherung

Sterben kostet – einem alten Spruch zufolge – nicht nur das Leben und kann für die Hinterbliebenen überraschend zur teuren Angelegenheit werden.

Da wohl niemand gerne über das Sterben nachdenkt, bleibt das Thema Sterbegeldversicherung bisweilen ein Tabu. Man sollte sich aber rechtzeitig zumindest ein paar Gedanken um die finanzielle Seite einer Bestattung machen. Schließlich will man im Allgemeinen doch sichergehen, dass ein schönes Begräbnis möglich wird. Neben Sarg, Grabstein oder Blumenschmuck verursachen aber auch Behördenwege und Friedhofsgebühren Belastungen, die sich gut und gerne auf insgesamt 3.000 bis 7.000 Euro summieren.

In Österreich werden Sterbegeldversicherungen zumeist zur Kreditbesicherung für den Todesfall eingesetzt und von den Banken eingefordert. Die Prämie ist dabei für eine ausreichende Versicherungsleistung meist günstiger, als die Prämie für eine kombinierte Er- und Ablebensversicherung.

Unbedingt vergleichen!

Sterbegeldversicherungen erfordern ein Mindestalter des Versicherungsnehmers, das bei Mitte 30 bis 40 Jahren liegt. Die Monatsprämien – die übrigens auch online gut berechnet und verglichen werden können – steigen naturgemäß auch mit dem Einstiegsalter, da der Anspruch auf Leistung ja mit 60 näher liegt als mit 40. Die Versicherungen definieren übrigens auch ein höchstmögliches Versicherung-Eintrittsalter.

Während relativ junge Einsteiger mit Monatszahlungen von rund 15 Euro schon auf 30.000 Euro versichert sein können, zahlen ältere das Doppelte und mehr. Bevor Sie sich für ein konkretes Angebot entscheiden, sollten Sie Leistungs- und Prämienmodelle also unbedingt vergleichen, da die Monatsbelastung bei einem Abschluss auf Lebensdauer beträchtlich differieren kann.

Grundsätzliches

Beim Abschluss einer Sterbegeldversicherung sollte darauf geachtet werden, dass möglichst keine Wartezeiten vorgesehen sind, das ein Todesfall ja auch plötzlich entstehen kann. Außerdem ist wichtig, dass die Versicherung auch dann zahlt, wenn der Tod nicht im Inland eingetreten ist und auch die Überführungskosten in den Heimatort übernommen werden.

Eine Sterbegeldversicherung ist insgesamt vor allem dann sinnvoll, wenn kein Vermögen vorhanden ist und die Angehörigen vor finanziellen Schäden bewahrt werden sollen. In diesem Fall kann man sich also schon zu Lebzeiten relativ kostengünstig absichern und die unabwendbar mit dem Tod zusammenhängenden finanziellen Erfordernisse regeln.