Was einäschern kosten kann

In Österreich gilt seit einigen Jahren die freie Bestatter-Wahl. Man ist also nicht mehr gezwungen, die ortsansässige Bestattung zu beauftragen, sondern kann auch ein Bestattungsinstitut von außerhalb wählen. Das bringt natürlich den Vorteil mit sich, unterschiedliche Angebote vergleichen zu können und Kosten zu sparen.

Lieber hinterfragen

Das Kremieren, also die Einäscherung einer/eines Verstorbenen selbst kostet derzeit zwischen gut 200 und 500 Euro je nach Institut. Der Vorteil einer Einäscherung in der Nähe liegt natürlich in der unkomplizierten Organisation und darin, sich vor Ort ein Bild vom Charakter des Krematoriums machen zu können.

Bei auffällig günstigen Angeboten sollten Sie aber jedenfalls hinterfragen, wo die Einäscherung tatsächlich durchgeführt wird. Denn manche Anbieter überführen auch mehrere Verstorbene gleichzeitig ins angrenzende Ausland, um ihrerseits Kosten zu sparen.

Ablauf und Optionen

Der starke Trend zur Feuerbestattung führt dazu, dass bis zur sogenannten Verabschiedung Wartezeiten von bis zu zwei Wochen entstehen können. Bis zur Einäscherung wird der Kremations-Sarg in einem Kühlraum des Krematoriums aufbewahrt. Zur Einäscherung wird meist ein günstiges Sargmodell verwendet, das bereits für rund 200 Euro zu bestellen ist.

Nach erfolgter Einäscherung wird die Urne üblicher Weise vom beauftragten Bestatter abgeholt und für die Verabschiedung vorbereitet. Die Kosten für diesen feierlichen Akt selbst sind natürlich überaus variabel. Die Wahl der Urne selbst richtet sich einerseits nach dem Geschmack der Hinterbliebenen, aber auch danach, welche Bestattungsform gewählt wird. Denn von der Beisetzung in einem dauerhaften Metall- oder Steingefäß bis zur biologisch abbaubaren Urne für eine Baumbestattung ist einiges möglich – natürlich auch preislich.

Auch zu bedenken

Soll eine Kremation durchgeführt werden, ist im Vorfeld eine zweite Leichenschau erforderlich, da nach der Einäscherung keine weitere Obduktion mehr durchgeführt werden kann. Die Kosten dafür sollten jedenfalls unter 100 Euro liegen.

Auch der Wunsch, die Urne mit der Asche einer/eines lieben Verstorbenen zu Hause aufzubewahren oder im eigenen Garten beizusetzen, wird heute immer häufiger geäußert. Das ist nach einer Feuerbestattung grundsätzlich auch möglich, sofern eine Genehmigung bei der zuständigen lokalen Behörde eingeholt wurde.

Zu Lebzeiten verfügen

Wer weiß, dass er für sich selbst eine Kremation wünscht, sollte zu Lebzeiten eine entsprechende Verfügung verfassen. Darin kann der Wunsch nach einer Einäscherung zweifelsfrei bestimmt werden.

Am besten von Zeugen unterschrieben und sicher sowie im Todesfall leicht auffindbar verwahrt, muss dieser Verfügung dann auch nachgekommen werden.