Grabsteinkosten: Kosten für den Grabstein im Überblick

Er ist – gerade bei traditionellen Erdgräbern – der Inbegriff des sichtbaren Andenkens an liebe Verstorbene: der Grabstein. Dass es mit der Anschaffung des Steines selbst aber noch lange nicht getan ist, zeigt sich auf der Schlussrechnung, die erst komplett wird, wenn das kleine Denkmal tatsächlich fertig an der Grabstelle errichtet ist.

Die Ausgangsbasis

Die meisten Grabsteine werden aus Naturstein gefertigt, wobei vor allem Granit als „ewig“ haltbar gilt. Bislang meist aus Steinbrüchen in Italien und Skandinavien stammend, werden günstigere Exemplare mittlerweile auch aus Fernost geliefert. Je nach Abbauregion sind die optischen Unterschiede in Farbe und Struktur dabei überaus variantenreich. Auch Sandstein oder andere Natursteine werden – wie auch verschiedene Kunststeinarten – als Ausgangsbasis für Grabsteine, -platten oder Grabdenkmale gewählt.

Die Gestehungskosten für das weitestgehend unbearbeitete Stück erstrecken sich von der Billigvariante um rund 300 Euro bis zu 4.000 Euro und mehr. Manche Steinmetzt bieten aber auch bereits verwendete, aber noch top in Schuss befindliche Steine zur Wiederverwendung an, die rund die Hälfte eines neuen Steines kosten. Als Ausgangsbasis wie gesagt, denn die Liste der weiteren Kosten bis zur Fertigstellung sind nicht unerheblich.

Die Zusatzkosten

Je aufwendiger der Stein bearbeitet werden soll, desto höher wird der naturgemäß dann auch der Endpreis. Eingebrachte Schriftzeichen werden pro Buchstabe und Zeichengröße verrechnet und kosten zwischen sechs und etwa 30 Euro pro Stück. Name, Geburts- und Sterbedatum sowie ein kleiner Gedenkspruch sind hier sozusagen Standard. Eingebrachte Verzierungen, Bilder oder längere Lebensmottos der/des Verstorbenen schlagen zusätzlich zu Buche.

Selbstverständlich muss bei der Gestaltung die gängige Friedhofsordnung berücksichtigt werden, um teure und ärgerliche Änderungen von vornherein zu vermeiden. Beim Steinmetz Ihrer Wahl sollten Sie aber in besten Händen sein, da er die Vorgaben der einzelnen Friedhofsverwaltungen entweder bereits kennt oder gegebenenfalls in Erfahrung bringt, bevor er mit der eigentlichen Fertigung beginnt.
Aufwendiges Design, denkmalartige Figuren oder eingebrachte Glas- oder Metallkomponenten können den Gesamtpreis schnell auf einige Tausend Euro erhöhen. Und dann muss der Stein natürlich noch gesetzt werden.

Von der Bestellung bis zum Grab Grabeinfassung, Transport und Aufstellung des fertigen Grabsteins können noch einmal ein, zwei Tausend Euro ausmachen. Für die Installation der Grabanlage muss zunächst ein Fundament aus Beton gegossen werden, was erst passieren kann, wenn sich die durch das Begräbnis gelockerte Erde wieder gesetzt und verfestigt hat.

Zwischen Begräbnis und tatsächlicher Grabsteinsetzung liegen also zumeist einige Monate, die Sie zur wohldurchdachten Kalkulation und zum Preisvergleichen nützen sollten. Schließlich ist ein Grabstein einerseits ein bleibendes Denkmal – oft für einige Familiengenerationen – andererseits ein Kostenfaktor, der mitunter recht erheblich werden kann.