Kosten Beerdigung – ab rund 3.000 Euro

Erde zu Erde, Staub zu Staub“. Die Erdbestattung ist die in Europa traditionsreichste Bestattungsform und darf in Österreich ausschließlich auf Friedhöfen durchgeführt werden. Erdgräber sind schon alleine aufgrund ihrer Größe naturgemäß teurer als Grabstellen, die als Urnengrab genutzt werden. Außerdem entsteht hier höherer Pflegeaufwand für die Grabstelle. Allerdings sind die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten bei einem Erdgrab wesentlich umfangreicher.

Kosten von – bis

Die Kosten für Beerdigungen sind – je nach Friedhof – sehr verschieden. Und natürlich liegt es an den Hinterbliebenen selbst, welchen Rahmen sie für die Beerdigung eines/einer lieben Verstorbenen wählen.

Die Kosten einer Beerdigung beginnen bei sogenannten Minimal-Varianten schon bei rund 2.500 Euro. Darin enthalten sind wenige Kerzen und Blumenschmuck, der Sarg, die Einbettung, die Überführung sowie die hygienische Versorgung und das Ankleiden des Leichnams plus Pfarr- und Friedhofsgebühren. Letztere beinhalten z.B. einen Beitrag für den Priester, Kammermiete und Totengräbergebühr, Kranzentsorgung und Beisetzgebühr.

Weitere Kosten

Sargzustellung, Kühlraumnutzung oder Druckkosten für Parten kommen dann – je nach Aufwand – allerdings noch dazu. Und die zumeist in einigen Abstufungen fix angebotenen Leistungspakete lassen sich auf gut und gerne 6.000 Euro heben.

Bei einer Erdbestattung können die Friedhofskosten einen erheblichen Anteil am Gesamtbudget der Bestattung ausmachen. Sie werden für den Erwerb des Nutzungsrechts einer Grabstelle, für Dauer der Ruhezeit, Vorbereitung und Bereitstellung des Grabes für die Beisetzung eingehoben und können bis zu rund 2.000 Euro betragen.

Sparpotenziale

Wer sich mit den unvermeidlichen Kosten, die bei einer Beerdigung anfallen, bereits etwas überfordert fühlt, kann aber ein paar Dinge in die Hand nehmen, die zusätzlichen Aufwand sparen.

Statt der gängigen Sterbekleidung kann etwa der Lieblingsanzug des Verstorbenen verwendet werden. Die Trauerrede, für die Profis rund 200,- Euro verrechnen, kann auch von einem der Hinterbliebenen gehalten werden. Auch die musikalische Begleitung kann gegebenenfalls durchaus von einem Familienmitglied bestritten werden. Und letztlich kann auch der Leichenschmaus beim nahe gelegenen Wirten durch eine Jause in geeignet großen eigenen vier Wänden ersetzt werden.

So werden nicht nur zusätzliche Kosten reduziert, die Zeremonie kann dennoch würdevoll ablaufen und wird zumeist auch als persönlicher und familiärer empfunden.