Starke Unterschiede bei Friedhofsgebühren

Je nach Art der Leistungen sind im Rahmen einer Bestattung auch der Friedhofsverwaltung selbst gegenüber verschiedene Kosten zu begleichen. Gebühren, die auf einem Friedhof für eine Teilleistung z.B. 100 Euro betragen, werden woanders mit 500 Euro oder mehr veranschlagt.

Je nach Gemeinde, Größe und Art des Friedhofs ist hier also mit markanten Unterschieden zu rechnen, über die Sie sich an Ort und Stelle informieren sollten. Überhaupt, wenn Sie zwischen zwei oder mehreren Alternativen wählen können und wollen.

Was alles zu bezahlen ist

In die ursächlichen Leistungen des Friedhofs-Betreibers fallen u.a.

  • • Hallengebühren
    Öffnen und Schließen von Gräbern
    • Urnen-Erdbestattungen
    • Beisetzungsgebühren je nach Beschaffenheit des konkreten Grabes
    Grabgebühren
    Urnengebühren
    Gruftgebühren
    Friedhofbenützungsentgelt

Die genauen Kosten können Sie bei den örtlichen Friedhofsverwaltungen erfragen. Auch die Nutzungszeit oder Verlängerung eines Grabes müssen natürlich mitgerechnet werden.

Grabkosten und -dauer

Die Grabkosten machen einen großen Teil der Friedhofsgebühren aus. Üblicher Weise wird das Nutzungsrecht für eine Grabstellen je nach Art des Grabes für mindestens zehn Jahre vergeben. Aber auch das ist Sache der einzelnen Friedhofsverwaltung.

Einige Zeit vor Ablauf der vereinbarten Nutzungsdauer wird oft per Aushang am Friedhof bzw. am Gemeindeamt bekannt gegeben, wann das jeweilige Grabnutzungsrecht endet. Vor allem aber werden die Nutzungsberechtigten schriftlich in Kenntnis gesetzt, um rechtzeitig ihren Anspruch auf Verlängerung anmelden zu können.

In Wien erfolgt übrigens zumeist keine individuelle Verständigung durch die Friedhofsverwaltung mehr, da die relevanten Daten bereits elektronisch verwaltet werden und auf diesem Wege auch abzufragen sind.

Antragskosten

Eine Verlängerung der Benützungsbewilligung muss direkt vom Nutzungsberechtigten beantragt werden, was je nach Gemeinde bzw. Friedhofsverwaltung mündlich, mittels Formular und teilweise auch elektronisch möglich ist. Um die vorgesehenen Fristen nicht zu versäumen, sollten Sie rechtzeitig mit der zuständigen Verwaltung Kontakt aufnehmen.

Auch in diesem Bereich ist die Höhe der Gebühren individuelle Angelegenheit. Antrag, Erneuerungsgebühr, Bundesgebühren und Landesverwaltungsabgaben stehen hier ins Haus und können ebenfalls um einige Hundert Prozent variieren.