Anonyme Feuerbestattung und ihr Ablauf

Manche Menschen hegen jenen Gedanken: Völlig in der Erde aufgehen zu wollen und deshalb auch kein eigenes, gekennzeichnetes Grab besitzen zu wollen, welches man ihnen zuordnen könnte. Genau deshalb ziehen sie die anonyme Feuerbestattung vor, die keinen Aufschluss darüber gibt, wo genau die Urne im Urnenfeld beigesetzt wurde.

Bei einer anonymen Feuerbestattung kann auch eine Trauerfeier abgehalten werden. Bei der voll anonymen Bestattung wird nach der Trauerfeier dann die Urne von den Angestellten des Friedhofs beigesetzt. Angehörige können dann von der Friedhofsverwaltung das Urnenfeld erfragen, auf dem ihr Angehöriger beigesetzt wurde, erfahren jedoch nicht die genaue Stelle. Hingegen bei der halbanonymen Bestattung können die Angehörigen der eigentlichen Beisetzung beiwohnen, jedoch ist eine Kennzeichnung der Grabstätte nicht erlaubt.

Feuer – Asche – Staub, wieder dort, wo alles begann!

Der Geschichte nach, wurde dem Feuer schon immer eine reinigende Kraft zugeschrieben, was mit ein Grund war, warum man Ketzer und Hexen verbrannt hat. Mit der Vorstellung, dass das Feuer nicht nur den Körper verzehrt, sondern auch die Seele reinigt und alle Sünden aus ihr heraus brennt.

Jene Vorstellung ist vielleicht heutzutage nicht mehr bei allen Menschen zur Gänze vertreten, aber der Gedanke, dass ein Körper vom Feuer verbrannt wird und so nicht dem langsamen Zersetzungsprozess in der Erde ausgesetzt sein muss, ist für immer mehr Menschen eine schönere Vorstellung. Sie gehen im Nichts auf und werden wieder das, woraus sie gemäß christlicher Vorstellungen erschaffen wurden. Zu Staub.

Finanzielles

Die Kosten der anonymen Feuerbestattung gehen weitgehend einher mit den Kosten der herkömmlichen Feuerbestattung.