Krematorium – Kurzerklärung

Vorerst der Begriff Krematorium kurz erklärt: Krematorium heißt eine Anlage für Feuerbestattungen, wo die Einäscherung stattfindet.

Willenserklärung, Asche des Verstorbenen und die persöniche Kleidung

Wünschen sie eine Feuerbestattung , können Sie zu Lebzeiten eine entsprechende Willenserklärung abgeben. Diese Verfügung bewahren Sie bei Ihren wichtigen Unterlagen auf. Falls keine Erklärung vorliegt, ist dies auch nicht schlimm, denn dann entscheiden die näheren Angehörigen über die Bestattungsform. Nun Details zur individuellen Asche. Fakt ist, jeder Sarg wird mit dem Namen des Verstorbenen und einer einmaligen Einäscherungsnummer versehen. Diese Nummer befindet sich auf einem feuerfesten Schamottestein, der den Verstorbenen während der Feuerbestattung begleitet. Am Ende wird dieser in die Aschekapsel gelegt. So kann die Asche dem Verstorbenen zugeordnet werden. Zusätzlich ist der Urnendeckel mit Einäscherungsnummer, Ort der Einäscherung sowie Namen und Lebensdaten des Verstorbenen beschriftet, also kann man sagen, “es kann gar nichts schief gehen, was Verwechslungen betreffe!” Hinsichtlich der Kleidung gilt folgendes: Ja, die Überführung in der persönlichen Kleidung des Verstorbenen ist möglich. Sie wird bei der Feuerbestattung mit eingeäschert.

Die letzten Geschenke

Es ist grundsätzlich möglich, dem Verstorbenen Beigaben in den Sarg zu legen. Diese begleiten den Verstorbenen bei der Feuerbestattung und werden ebenfalls eingeäschert. Einzelheiten bezüglich der Materialien der Sargbeigaben werden im Vorhinein abgeklärt.

Weitere Details zum Krematorium und zum Vorgang

Zu sagen gilt, es gibt mehrere Bauformen von Feuerbestattungsanlagen. Im Flachbettofen bleiben Sarg und Leichnam während der Einäscherung in der Hauptbrennkammer, der sogenannten Muffel liegen. Wenn der Einäscherungsvorgang abgeschlossen ist, werden die Reste in die Ausbrennkammer verbracht und später in die Auskühlzone des Ofens. Im Etagenofen gibt es zwei übereinanderliegende Brennkammern, den Oberofen, sowie den Unterofen, die durch eine drehbare Stahlplatte voneinander getrennt sind. Der Sarg wird in den Oberofen eingefahren, in dem in 60-90 Minuten die Hauptverbrennung stattfindet. Die Ausmineralisierung der Gebeine erfolgt im Unterofen. Während dieser Zeit kann im Oberofen bereits die nächste Verbrennung stattfinden. In modernen erdgasbefeuerten Krematorien dauert die Verbrennung je nach Technik etwa eine Stunde. Laut Gesetz soll die Temperatur in der Hauptbrennkammer zwischen 650 °C und 850 °C betragen. Die durchschnittliche Kapazität eines Verbrennungsofens beträgt, 6 bis 14 Einäscherungen je Arbeitstag. Die Kapazitäten von Krematorien sind also begrenzt.